Friday 02.11.2018
Hund am Naschen

In einem früheren Blog haben wir dir ein paar allgemeine Hinweise zu den Vor- und Nachteilen von Trocken- und Nassfutter gegeben. Diese Mal möchten wir von spoggy.net die „Biologisch-artgerechte Rohfütterung“ etwas näher beleuchten. Denn du hast bestimmt schon mitbekommen oder kochst gar selbst schon auf diese Art und Weise: BARF ist seit einiger Zeit der neueste Schrei in Sachen Hundeernährung.

Was ist BARF?

BARF ist für Hunde und Katzen gleichermaßen anwendbar, da es eine Methode zur Fütterung fleischfressender Haustiere beschreibt. Die Entwickler von BARF orientierten sich bei der Entwicklung dieser Methode an den Fressgewohnheiten wilder Hunde wie z.B. Wölfen. Die Fressrationen werden dabei aus frischem (oder auch tiefgekühltem) Fleisch – wie z.B. Innereien und Knochen aber auch Fisch (Vorsicht: Greten!) – zusammengestellt. Das Futter wird zusätzlich mit rohem Obst oder Gemüse ergänzt. Bei Bedarf können auch Getreideprodukte oder auch andere Futterzusätze hinzugefügt werden. Die Variationsbreite kennt hier fast keine Grenzen. Im Gegensatz zu herkömmlichem Hundefutter, das man im Supermarkt kaufen kann, benötigst du bei der bedarfs- und artgerechten Zusammenstellung der Futterrationen Grundkenntnisse zu Futtermittelkunde und Tierernährung. Spoggy.net hilft dir dabei und schlägt dir einige Rezepte vor. Denn bei falscher oder einseitiger Ernährung deines Hundes kann es zu Fehlernährung kommen.

Faktoren für die Zusammenstellung

Eine ausgewogene Rohfütterung für deinen Hund ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Gewicht, Alter, Aktivitäten und Gesundheitszustand sind die wichtigsten Faktoren, die es für die Zusammensetzung und die Mischverhältnisse des Futters zu berücksichtigen gilt. Die ideale Futtermenge für deinen Hund sollte ca. zwei bis vier Prozent seines Körpergewichts betragen. Für einen 40kg schweren Hund kommen somit ca. 1,2kg Futter am Tag zusammen. Wenn es ein kleiner Hund ist, der nur ca. 10kg wiegt, kommen demnach ca. 300g Futter in den Fressnapf.

Dies sind schematische Näherungswerte. Achte also auf deinen Hund, so dass du entscheiden kannst, wieviel Futter am Tag ihm bekommt – unabhängig von den genannten Werten, hat jeder Hund individuelle Bedürfnisse. Ein beratendes Gespräch mit deinem Tierarzt kann hier hilfreich sein, besonders dann, wenn dein Hund bestimmte Unverträglichkeiten zeigt.

Hund relaxt am Esstisch

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BARFen nach Rezept

Sobald dein Tierarzt keine Bedenken geäußert hat und du den Entschluss gefasst hast, die Ernährung deines Hundes (komplett oder auch ergänzend) auf BARF umzustellen, ist es zunächst sinnvoll, dich in den ersten Wochen nach BARF-Rezepten umzusehen. Denn Rezepte sind besonders für alle BARF-Neulinge hilfreich, um sich erst einmal zu orientieren. Ein allgemeines Rezeptrepertoire gibt es dabei allerdings nicht. Für einen gesunden Hund eignen sich jedoch die meisten Rezepte.

Wenn sich im Laufe der Zeit bei dir ein Gespür für die richtigen Mengen einstellt und du auf Vorlieben und Geschmäcker deines Vierbeiners achtest, was dein Hund mag und was nicht, kannst du natürlich kreativ sein und deine eigenen Rezepte erstellen.

Entscheiden solltest du dich allerdings, ob du mit oder ohne Getreide füttern möchtest. Denn viele Hunde vertragen Getreide nicht oder können es nur schwer verdauen. Für eine ausgewogene Ernährung deines Hundes ist es daher nicht zwingend notwendig, Getreide zu füttern (wenn es aber z.B. notwendig sein sollte, dass dein Hund Gewicht zulegen muss, kann Getreide hingegen hilfreich sein).

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