Sunday 04.11.2018
Ein hundefreundlicher Garten

Auch Hunde freuen sich, wenn es draußen wieder warm und sonnig wird und sie an der frischen Luft herumtollen können. Und so wird mit der Sommerzeit natürlich auch wieder die Gartenzeit eingeläutet. Wenn Du einen Hund und gleichzeitig auch einen Garten hast, wirst du dir sicherlich schon einige Gedanken darübergemacht haben, wie du einen hundefreundlichen Garten gestalten kannst. Denn für deinen Hund gibt es fast nichts Schöneres, als im Freien toben und schnuppern oder in der Sonne ein Schläfchen machen zu können – und dass alles im sicheren Revier deines Gartens. Daher bietet die Sommerzeit eine gute Gelegenheit, deinen Garten auch einmal aus der Perspektive deines Hundes zu betrachten. Spoggy.net gibt dir einige Tipps, wie sich dein Hund im Garten puddelwohl fühlen kann, denn: Sommerzeit = Gartenzeit!

Eine Rasenfläche im Zentrum des Gartens

Hunde brauchen Platz. Eine große, weiche und vor allem freie Rasenfläche ohne sperrige Hindernisse sollte den zentralen Platz deines Gartens bilden. Dort wird sich dein Hund die meiste Zeit aufhalten, egal, ob er sich dort nun ausstreckt und langmacht, herumwälzt, spielt oder einfach ein Schläfchen macht: Rasen und einfacher Bodenkontakt sind in einem hundefreundlichen Garten unerlässlich. Du solltest für deinen Garten eine robuste Rasensorte aussähen, z.B. einen Spiel- und Sportrasen, so dass nicht schon beim ersten Rumtollen deines Hundes die Rasenbüschel durch die Gegend fliegen. Wenn dein Garten groß genug ist, kannst Du einen Teil der Wiese stets ungemäht stehen lassen. Dein Hund kann sich dort im höheren Gras nach Lust und Laune herumwälzen. Und sollte er einmal Verdauungsbeschwerden haben, gibt es genügend langes Gras, das dein Hund fressen kann, um seine Verdauung anzuregen.

Ein Zaun markiert das Revier

Wenn dein Garten einen Zaun besitzt, sollte dieser möglichst robust und hoch sein und ohne Spitzen oder scharfe Kanten versehen sein, an denen sich dein Hund verletzen könnte. Denn viele Hunde buddeln gerne oder springen auch gerne einmal auf die andere Seite des Zauns. Auch solltest du darauf achten, dass dein Gartenzaun keine größeren (oder auch kleineren) Löcher besitz, da dein Hund (besonders wenn er noch ein Welpe ist) beim Versuch des Hindurchkletterns hängen bleiben und sich gefährliche Verletzungen zuziehen könnte. Um ungewollte Klettereinlagen aller Art, die zu Unfällen führen können, zu vermeiden, sollten in der Nähe des Zaunes keine Kisten, Fässer, Regale, Sitzgelegenheiten oder andere Gegenstände stehen, an denen dein Hunde emporklettern könnte.

Der Zaun erfüllt aber noch ein anderes wichtiges Element, welches für das Wohlbefinden deines Hundes nicht zu unterschätzen ist: Der Zaun markiert das Revier deines Hundes, sein natürliches und heimatliches Territorium. Der Zaun bedeutet deinem Hund die Grenze zwischen seinem eigenem und einem fremden Revier. Innerhalb dieser Reviergrenzen kann sich dein Hund sicher und entspannt fühlen, da er keine Eindringlinge fürchten muss. Das Revier markiert auch die hauptsächliche Kontaktzone zwischen dir und deinem Hund. Dein Hund kann sich hier also auch auf deine Fürsorge verlassen. So selbstverständlich diese territorialen Elemente in Menschenohren klingen mögen, so essentiell sind sie für das Wohlbefinden deines Hundes.

Ein hundefreundlicher Garten

Vorsicht: Giftige Pflanzen!

Besonderes Augenmerk solltest du auf die Pflanzen in deinem Garten legen. Bäume und Pflanzen schaffen natürlich gerade im Sommer schattig-lauschige Plätze zum Verstecken und für ein Schläfchen. Und ohne Frage bietet der ein oder andere Baum, oder auch die ein oder andere größere Topfpflanze, deinem Hund die Gelegenheit, sein Revier zu markieren. Doch Vorsicht! Es gibt einige Pflanzen, die für deinen Hund giftig sind und die in keinen hundefreundlichen Garten gehören: Die bei vielen Gärtnern sehr beliebten immergrünen Pflanzen wie der Oleander bzw. Rosenlorbeer (der nicht umsonst zur Familie der sog. „Hundsgiftgewächse“ gehört) und Pflanzengewächse wie der Gemeine Efeu und der Buchsbaum; der stark giftige Blaue Eisenhut (auch „Ziegentod“ genannt) und die nicht minder giftige Engelstrompete (letztere ist ein in Europa eher seltenes Nachtschattengewächs). Auch Kiefernartige Gewächse wie Lebensbäume (Thuja) und Rosengewächse wie Lorbeerkirsche, die gerne als Heckenpflanzen verwendet werden, sind für deinen Hund giftig. Auch die besonders im Frühling sehr beliebten und farbenfrohen Zierpflanzen wie Tulpen, Krokusse, Hyazinthen, Narzissen und Schlüsselblumen haben in einem hundefreundlichen Garten nichts zu suchen. Auch bei Kakteen solltest du Vorsicht walten lassen, denn an den spitzen Stacheln können sich neugierig-schnuppernde Hundenasen schwer verletzten.

Klare Grenzen setzen

Sollest du dennoch einige dieser Pflanzen in deinem Garten haben – oder, wenn du auch einfach ein Gemüsebeet anlegen möchtest, das möglichst nicht zertrampelt werden soll –, setze und definiere klare Grenzen für deinen Hund. Lege Zäune, Netze oder andere Hindernisse wie Gewächshäuser an, die dein Hund nicht unerlaubt und unbeobachtet überwinden bzw. betreten kann. Wenn du im Garten grillst, solltest du besonders aufpassen, dass der Grill fest im Boden verankert ist und nicht umgerissen werden und sich dein Hund nicht verletzten oder gar verbrennen kann. Auch hier bietet sich ein getrennter bzw. geschützter Bereich mit klar gesetzten Grenzen an.

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Ein hundefreundlicher Garten

Zugang zu Trinkwasser und ein geschützter Platz zum Ausruhen

Besonders wichtig ist ein Zugang zu frischem Trinkwasser für deinen Hund. Entweder du legst einen Teich an, oder richtest deinem Hund eine eigene Ecke mit Trinkschüssel her. Wenn es der Platz erlaubt, kannst du im Sommer ein Kinder-Planschbecken aufstellen und mit Wasser füllen – dein Hund wird ein solch erfrischendes Vergnügen lieben und sich sofort in das Planschbecken stürzen.

Durch das viele Spielen und Toben wird dein Hund irgendwann sehr erschöpft sein. Wenn du in deinem Garten eine Sitzecke für Zweibeiner hast, richte auch deinem Hund einen geschützten und gemütlichen Platz zum Ausruhen in der Nähe der Sitzecke ein. Da Hunde sehr soziale Tiere sind, lieben sie es, auch trotz Erschöpfung in deiner Nähe zu sein. So könnt ihr gemeinsam wundervolle Sommertage im Garten genießen.

Die Spoggy-Grafik zum Artikel als Download:

Spoggy-Grafik - Giftige Pflanzen

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