Wednesday 14.11.2018
Hund in hohem Gras

Wenn du mit deinem Hund auf dem Land lebst und ihr zusammen viel in der Natur unterwegs seid, wird dein Hund bereits das ein oder andere Mal sprichwörtlich mit ihnen in Kontakt gekommen sein: mit Zecken! Denn mit steigenden Temperaturen (Zecken werden ab ca. acht Grad Celsius aktiv) beginnt auch wieder die jährliche Zeckensaison. Jede Saison werden dabei aufs Neue die unterschiedlichsten Mittel diskutiert, wie du deinen Hund vor den kleinen blutsaugenden Parasiten schützen kann. Die Diskussionen verlaufen dabei zunehmend an der Front zwischen chemischen Antiparasitika auf der einen und eher natürlichen Zeckenschutzmitteln für Hunde wie sogenannte „Spot-Ons“, Öle und Tinkturen oder gar Beinsteinhalsbänden auf der anderen Seite.

Im Zentrum der Kritik: „Bravecto®“

Bei Vertretern natürlicher Zeckenschutzmittel steht besonders das Medikament und Antiparasitikum „Bravecto®“, das von dem Konzern „MERCK Animal Health“ weltweit vertrieben wird (Kontakt für Österreich: http://www.msd-tiergesundheit.at), im Zentrum der Kritik. Auf Facebook wurden bereits deutschsprachige (16.000 Mitglieder) und englischsprachige (41.000 Mitglieder) Gruppen ins Leben gerufen, in denen Hundehalter kritisch über ihre Erfahrungen mit dem Medikament „Bravecto®“ berichten, um vor den teilweise gefährlichen Nebenwirkungen für ihre Hunde zu warnen. So liest man immer wieder die Frage „Ist Bravecto® für meinen Hund sicher?“ Denn dem Medikament werden nicht nur äußerst schwere Nebenwirkungen vorgeworfen. „Bravecto®“ wird sogar als Grund für den Tod von Hunden angeführt. Auf der anderen Seite gibt es neben diesen Berichten über fatale Nebenwirkungen des Medikaments „Bravecto®“ auch gegenteilige Erfahrungsberichte. Ob und inwiefern diese Diskussionen nicht in erster Linie von einem generellen Misstrauen gegenüber „großen Pharmakonzernen“ und allen chemischen d.h., nicht-natürlichen Mittelchen getragen und noch durch reißerische Berichte in Funk und Fernsehen angefeuert werden, lässt sich an dieser Stelle nur vermuten. Dass durch solche Berichte natürlich jede Menge Verunsicherungen bei Hundehaltern entstehen, ist allerdings nur verständlich. Schließlich will jeder Hundehalter möglichst genau wissen, was man er seinem Hund verabreicht.

Da dieser kurze Überblick auf spoggy.net sich weder auf wissenschaftliche Fakten beziehen kann (unabhängige Studien „Bravecto®“ sind uns bisher nicht bekannt), noch der Raum gegeben ist, um unterschiedliche Quellen zu beleuchten, wird spoggy.net in dieser Debatte keine Partei ergreifen, sondern viel eher einen dritten Weg vorschlagen. Denn wenn du dich verständlicherweise von den vielen kontroversen Debatten über „Bravecto®“ verunsichert fühlst und an deinem Hund nicht experimentell testen möchtest, ob und inwiefern durch die Verabreichung von „Bravecto®“ Nebenwirkungen auftreten könnten, solltest du andere Möglichkeiten des Zeckenschutzes für deinen Hund in Betracht ziehen. Denn schließlich soll nicht nur dein Hund vor Zecken geschützt werden, sondern du selbst sollst dich dabei auch entspannen können!

Mit der Spoggy-App für leidenschaftliche Hundebesitzer bist du bei Fragen rund im die Gesundheit deines Hundes immer informiert: Ab sofort zum Download für Android oder iOS

Zecke

Entspannter Zeckenschutz: Die Mischung macht’s!

Als ein entspannter Zeckenschutz, der möglichst frei von Diskussionen um chemische Antiparasitika ist, bietet sich die Kombination von natürlichen Zeckenschutzmitteln an. Ohne ein gewisses Maß an experimentieren wirst du allerdings auch dabei nicht komplett auskommen. Denn bekanntlich reagiert jeder Hund anders – sowohl auf die jeweiligen Zeckenschutzmittel als auch auf die Zeckenbisse selbst.

So kann die Kombination aus einem natürlichem sogenannten „Spot-On-Mittel“ – aus rein pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Schwarzkümmelöl, Jojobaöl, Lavendelöl, Manukaöl – und Kokosöl eine natürliche Möglichkeit sein, deinen Hund vor Zeckenbissen zu schützen. Die Palette natürlicher und anderer Hausmittel ist allerdings schier endlos und die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Für welche Anwendung du dich auch entscheidest, wichtig ist, dass du deinen Hund gut beobachtest: Was tut ihm gut und was nicht? Um einen Rückgang des Zeckenbefalls erkennen zu können, solltest du die jeweilige Kombination, für die du dich entschieden hast, regelmäßig zur Anwendung bringen. Dazu gehört auch, dass du das Fell deines Hundes nach jedem Spaziergang, nach jedem Aufenthalt in der Natur also, nach Zecken absuchst. Das Risiko von Erkrankungen kann so natürlich nicht gänzlich verhindert werden. Doch auch durch chemische Behandlungsformen können Erkrankungen deines Hundes nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wie auch immer du dich entscheidest, Hauptsache ist, dass du und dein Hund dabei so entspannt wie möglich sein könnt.

Hund im Wald

Wir empfehlen: