Friday 02.11.2018
Entgegen landläufiger Annahme sind es nicht die Leitrüden in der Wolfsfamilie, welche die Entscheidungsträger sind. Häufiger sind Weibchen die letztbestimmende Instanz

Überlieferte Meinung:

Ein „Alpharüde“ dominiert alle Rudelmitglieder und verpaart sich nur mit einer „Alphawölfin“

Irrtum aufgeräumt:

Entgegen landläufiger Annahme sind es nicht die Leitrüden in der Wolfsfamilie, welche die Entscheidungsträger sind. Häufiger sind Weibchen die letztbestimmende Instanz. Die Auswahl zur Verpaarung bestimmen viel mehr Faktoren wie gegenseitiger Respekt und vertrauensvolle Beziehung als strenge Hierarchien. Auch Mehrfachverpaarungen sind daher nicht unüblich. Es wurde sogar beobachtet, dass fünf Mütter gemeinsam ihren Nachwuchs aufzogen.

Was lässt sich für Hundehalter daraus lernen?

Die Mensch-Hundebeziehung ist eine grundlegend andere als die Beziehung von Hunden untereinander. Das ist vor allem auch der Fall, weil Hunde und Menschen sich nicht verpaaren können. Daher ist die Funktion eines Menschen für die gemeinsame Familie aus Hund und Mensch immer eine andere als von Hunden untereinander. Menschen erhalten die Funktion von „Ersatzeltern“ und Orientierungspunkten. Für Hundehalter ist es daher vor allem wichtig, eine (körpersprachliche) Vorbildfunktion und soziale Kompetenz auszustrahlen, statt Hunde ständig zu maßregeln und zu unterwerfen. Das soziale Miteinander und vertrauensvolle Beziehungen machen den eigentlichen Unterschied.

Die Spoggy-Grafik zum Artikel als Download:

Spoggy-Grafik - Populäre Irrtümer

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