Sunday 04.11.2018
Von Hund zu Hund

Das zentrale Kommunikationsorgan für Hunde ist die Nase. Die Hundenase ist eines der empfindlichsten Riechorgane in der gesamten Tierwelt. So ist es nicht verwunderlich, dass Hunde untereinander größtenteils über den Austausch von Duftsignalen kommunizieren: Eine gesetzte Duftmarke hier, ein abgesonderter Duftstoff dort und schon entspannt sich ein komplexes Netzwerk der Hundekommunikation.

Duftsignale als Anzeiger über das Befinden

Wie auch beim Menschen kann der individuelle Geruch viel über das Befinden eines Hundes aussagen. Jeder Spaziergang mit deinem Hund wird so zu einem großen und intensiven Informationsaustausch. Denn wenn dein Hund an den Urinmarkierungen schnuppert, die ein anderer Artgenosse an Hauswänden, Bäumen oder Laternenpfählen zurückgelassen hat, bekommt dein Hund eine ganze Reihe von Informationen über seinen Artgenossen. Durch Schnuppern kann sich dein Hund beispielsweise ein sofortiges und uneingeschränktes Bild vom Geschlecht und Hormonstatus eines anderen Hundes machen. Auf diese Art und Weise macht sich dein Hund ein Bild von Hunden in seinem Umfeld. Um potentielle Sexualpartner anzulocken, verspritzen beispielsweise empfängnisbereite Hündinnen Urin, um ihren männlichen Artgenossen zu signalisieren, dass sie gedeckt werden können.

Duftmarke als Reviermarkierung

Nach dem Beschnuppern der fremden wird dein Hund dann die eigene Duftmarke darüber- oder daneben setzen. So beschnuppern sich die Hunde gegenseitig, ohne sich direkt begegnen zu müssen. Wenn sie sich dann tatsächlich bei einem Spaziergang mit ihren menschlichen Begleitern treffen, kennen sich bereits bzw. erkennen sich am individuellen Geruch des anderen wieder. Doch das Setzen der eigenen Duftmarke hat natürlich auch andere Gründe. So markiert dein Hund mittels seines eigenen Duftes sein Revier, um seine Besitzansprüche geltend zu machen. Auch beliebige Objekte, die das Interesse deines Hundes geweckt haben, können auf diese Weise markiert werden. Anderen Hunden soll so ganz klar kommuniziert werden: „Pfoten und Schnauze weg, das ist meins!“

Von Hund zu Hund

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Gegenseitiges Beschnuppern

Wenn sich zwei Hunde dann tatsächlich treffen, gehört das gegenseitige Beschnuppern zum typischen Verhalten bei einer Hundebegrüßung. Da Hunde über mehrere Duftdrüsen verfügen – neben dem After und den Genitalien z.B. auch an den Ohren, Ballen und den Mundwinkeln – kann somit fast der gesamte Körper des zu begrüßenden Artgenossen beschnuppert werden. Auf diese Weise können sich die Hunde an ihren Individualgerüchen erkennen und Informationen über Geschlecht, Hormonstatus und Sexualzyklus aber auch über den Gesundheitszustand und die Art der Ernährung bzw. des Futters sammeln. Aber auch der Status des jeweiligen Hundes kann erschnuppert werden. Hunde mit einem höherem Status schnuppern in der Regel öfter und ausgiebigerer als Hunde mit niedrigem Status.

Lass deinen Hund in aller Ruhe schnuppern!

Menschen können die Informationsdichte und Bedeutung von Gerüchen für Hunde kaum nachvollziehen und schon gar nicht erleben. Das Schnuppern und Sich-beschnuppern-lassen ist für deinen Hund ein zentrales Kommunikationsmittel mit anderen Hunden und mit seiner gesamten Umgebung. Lass deinen Hund als bei jedem Spaziergang also in aller Ruhe und ausgiebig schnuppern! Nur so kann er seine hundegerechte Wahrnehmung und Kommunikation mit seinen Artgenossen ausleben.

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